F3-V Rennboot

Um die Fahreigenschaften der F3-V Schale weiter zu verbessern, soll ein leichterer Motor und eine andere Tankkonstruktion verendet werden. Ziel ist eine Schwerpunktverschiebung nach unten, nach hinten und ein insgesamt leichteres Boot. Die folgenden Bilder zeigen diverse Baustufen. Der Einsatz ist ab der Saison 2004 geplant.
Gegenüber der vorherigen Konstruktion erfolgt der Antrieb durch einen kleineren Motor
(OPS 3,5ccm statt Super Tigre 5,5ccm). Um dessen Leistung, die erst bei hohen Drehzahlen zur Verfügung steht, optimal nutzen zu können, wird ein Getriebe mit einer Übersetung von ca. 1,5:1 verwendet. Das genaue Übersetzungsverhältnis wird dann erst durch die Fahrversuche ermittelt.
Da die Form der normalen, käuflichen Tankflaschen nicht dazu geeignet ist, den Schwerpunkt deutlich abzusenken, kommt hier erstmals ein laminierter Tank zum Einsatz, der der Bootsform genau angepasst ist. Zum Laminieren wird ein spezielles, chemisch beständiges Harz verwendet. Ob es auch mit dem Glühzündersprit fertig wird, wird sich zeigen. Die Tankform wurde zuerst grob aus Pappe, dann genauer aus Styropor geformt. Von dem Styroportank wurde eine Form aus Gips abgenommen, in die schließlich die eigentliche Tankform aus Wachs gegossen wurde. Auf dieses Wachsmodell wird der Tank laminiert. Nach dem Trocknen wird der Tank noch einige Stunden bei ca. 80°C getempert. Das dient sowohl zur Erhöhung der chemischen Widerstandsfähigkeit des Harzes, als auch dazu, das Wachs aus dem Tankinneren zu schmelzen. 
Anders als beim Vorgänger soll auch das Starten des Motors nicht mehr durch einen Riemen am Schwungrad erfolgen, sondern ähnlich wie bei den Hubschraubern durch eine langen Sechskantschlüssel von vorne. Die Heizung der Glühkerze zum Start wird jetzt über einen Kontakt entweder hinter oder an der Seite des Bootes realisiert. Ich verspreche mir davon einen Deckel ohne Löcher, der beim Start des Bootes schon geschlossen ist und damit einen schnellen Start und Unempfindlichkeit gegen eindringendes Wasser.
Bei einigen Details ist mir noch keine zufriedenstellende Lösung eingefallen. Dazu gehört z.B. die Befestigung des Motordeckels (fest, dicht und trotzdem schnell zu öffnen), die Absaugung um eingedrungenes Wasser wieder zu entfernen (ohne störende Öffnung im Bereich der Lauffläche am Bootsrumpf) und die Abdichtung des kleinen Loches, durch das der Sechskantschlüssel beim Start geführt wird.
Das neue Boot ist seit der Saison 2006 im Einsatz und wurde auch bei der WM in Deutschland eingesetzt mit Erfolg eingesetzt. Bis auf den laminierten Tank haben sich alle Änderungen gegenüber dem Vormodell bewährt und die Fahreigenschaften haben sich deutlich verbessert. Auf eine Absaugung wurde komplett verzichtet, eingedrungenes Wasser kann direkt durch ein kleines Loch im Heck ablaufen. Das hat zwar den Nachteil, dass das Boot voll läuft, wenn der Motor stehen bleibt, aber das kommt normalerweise nicht vor.
Das neue Boot ist jetzt unter den Modellen (hier) zu finden.

Rohbau Getriebe

Getriebe mit Gummilagern

Getriebe mit Gummilagern

Getriebe mit vorgesehenem OPS Motor

Schale mit Kohleverstäkungen

Schale mit Kohleverstäkungen

Schale mit Kohleverstäkungen

Widerlager eingeharzt

Schale mit Einbauten

Schale mit Einbauten

Schale mit Einbauten

Einbau Ruderservo

Einbau Anlagenschalter

Ansteuerung Gas und Gemisch von vorne

Modelle der Tankform

Anpassen des Tanks

Rumpf und Deck zum Verkleben fixiert

Rumpf und Deck zum Verkleben fixiert

Rumpf und Deck verklebt, Spant eingebaut

Erste Lackierung

Erste Lackierung

Einige der Einzelteile

Endgültiges Wachsmodell des Tanks

Endgültiges Wachsmodell des Tanks

Lackierung vervollständigt

Lackierung vervollständigt

Lackierung vervollständigt

Zur übergeordneten Seite:

[Projekte]

Schreibt uns Copyright © SMC Essen e.V. 2001-2012. Autor: Jürgen Thiele. Stand: 24.04.2012.